Maibaum | Maria Lichtmess  

Maria Himmelfahrt

Das Hochfest "Mariä Himmelfahrt" (Assunta - Aufnahme in den Himmel) wurde im 6.Jahrhundert zunächst als Fest der "Dormition", der Entschlafung Mariens begangen und Ende des 6.Jahrhunderts vom österreichischen Kaiser Mauritius auf den jetzigen Tag, dem 15.August gelegt. Das Fest wird bis heute als "Tag der Entschlafung" und Maria als die "Panagia", die Allerheiligste bezeichnet. Im 7.Jahrhundert feierte man das Fest "Aufnahme Mariens" in Gallien, es entwickelte sich ab dem 8.Jahrhundert zum Himmelfahrtsfest.
Marias Leichnam schwang sich der Überlieferung nach in strahlender Lichtaura, von Engeln unterstützt, empor. 1216 schrieb Cäsarius von Heisterbach die Legende nieder. Andere Legenden erzählen, dass die Jünger das Grab der Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden.

(Gemälde von P.P.Rubens)

Deshalb wird in der katholischen Kirche seit Jahrhunderten zu Maria Himmelfahrt eine Kräuterweihe vorgenommen:
Aus sieben verschiedenen Kräutern - die Zahl symbolisiert die sieben Sakramente oder die sieben Schmerzen Mariens - werden Sträuße gebunden und zur feierlichen Kräuterweihe gebracht. Die Sträuße werden dann auf dem Dachboden aufgehängt und sollen gegen Krankheiten, Unheil, Gewitter und Blitzschlag helfen, oft werden zerriebene Blätter davon kranken Tieren ins Futter gemischt. In einigen europäischen Ländern gilt Maria Himmelfahrt als staatlicher Feiertag, während er in Deutschland nur noch in Gemeinden Bayerns (und Saarland) mit überwiegend katholischer Bevölkerung ein gesetzlicher Feiertag ist.
Von allen Marienfesten steht Maria Himmelfahrt am engsten mit Brauchtum in Verbindung, nämlich mit der Weihe der Kräuterbüschel.

Bauernregeln:

" Zu Mariä Himmelfahrt, das wisse, gibt es die ersten guten Nüsse ! "

" Mariä Himmelfahrt Sonnenschein bringt meistens uns viel guten Wein. "



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