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Rauhnächte

Als Rauhnächte bezeichnet man die zwölf Tage zwischen dem 25.Dezember und 6.Januar. Es sind jene Nächte, in denen vor allem im alpenländischen Raum Haus und Hof ausgeräuchert und mit Weihwasser ausgesprengt werden müssen, damit Sie nicht von bösen Dämonen eingenommen werden. Diese ziehen nämlich in wilder Jagd durch die Lüfte und suchen Menschen ein Unheil zuzufügen. Die Sylvesternacht und die Oberstnacht (Nacht zum 6.Januar) galten als die schlimmsten Nächte. In den Rauhnächten durften Frauen und Kinder nach Anbruch der Nacht nicht mehr auf die Straße. Haus, Hof, Küche und Werkstatt mussten aufgeräumt sein, Wäsche durfte nicht auf der Leine hängen, weil Unordnung von den Dämonen bestraft wurde. In der Christnacht konnte sich Wasser in Wein verwandeln, Tiere können in dieser Nacht sprechen und feiern auf ihre Art Weihnachten.
In der christlichen Überlieferung gilt die Zeit zwischen dem 25.Dezember und 6.Januar als Verbindung zwischen dem Fest der Menschwerdung Jesu und dem Fest der Erscheinung des Herrn.

Wallkürensturm von H.Hendrich

Der Zeitraum galt als heilige Zeit, die durch Arbeits- und Gerichtsruhe gekennzeichnet ist. Das in dieser heiligen Zeit auch unheilige Figuren auftreten hat den Sinn, auf die Verfallenheit des Menschen und das Böse in Ihm hinzuweisen. Die Oberstnacht wird auch Obrist-Tag genannt.



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